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Herz-Kreislauf-Vorsorge


Warum Vorsorge?


Die Arterienverkalkung (Arteriosklerose) mit ihren Folgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall ist die häufigste Todesursache in Deutschland. Vorbeugend gibt es Möglichkeiten, das eigene Risiko zu bestimmen oder sogar bereits eingetretene Organschäden, von denen man noch nichts merken muss, zu messen.


Das eröffnet die Möglichkeit einer frühzeitigen Therapie und einer Erhaltung der Gesundheit.


Weil die Vorsorge so wichtig ist, zahlen die Krankenkassen regelmäßig ab dem 35 LJ eine Vorsorgeuntersuchung, in deren Rahmen die wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall bestimmt werden.

Weil mir das Thema sehr am Herzen liegt, verwende ich in meiner Praxis bei auffälligen oder verdächtigen Vorsorgebefunden ein innovatives Gerät, mit dem noch einmal sehr viel genauer nach Arteriosklerose und Gefäßalter geschaut werden kann. Wegen der großen Bedeutung von Arteriosklerose und Gefäßalter wird unter den Menüpunkten „Früherkennung Arterienverkalkung mittels ABI“ und „Bluthochdruck und Pulswellengeschwindigkeit“ noch einmal separat darauf eingegangen.

 

Welches sind die Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall?

Aus Langzeitstudien wissen wir, welches die Risikofaktoren für eine Arterienverkalkung sind.

In erster Linie handelt es sich um Bluthochdruck, Zucker, Rauchen, Blutfettungleichgewichte (LDL über 160 mg/dl oder HDL unter 40-50 mg/dl) und Herzinfarkte in der Familie vor dem 55. Lebensjahr (Männer) bzw. vor dem 65. Lebensjahr (Frauen). Auch andere Faktoren wie körperliche Inaktivität und Fettsucht spielen eine Rolle.


Was können Sie tun?

Messen Sie Ihren Taillenumfang! Denn: Das Fett, das sich am Bauch direkt verteilt, ist besonders schädlich. Gefährlich wird es, wenn das Bauchfett erhöht ist und zusätzlich zwei der vier folgenden Faktoren vorliegen: erhöhter Blutdruck, erhöhter Blutzucker, erhöhte dreikettige Fettsäuren oder erniedrigtes HDL-Cholesterin. In diesem Fall spricht von vom dem gefürchteten metabolischen Syndrom.

Grenzwerte des Taillenumfanges sind bei uns 94 cm für Männer und 80 cm für Frauen. In den USA hat eine gewisse Kapitulation vor den örtlichen Gegebenheiten zu Grenzwerten von 102 cm für Männer und 88 cm für Frauen geführt.

Machen Sie Sport! Denn: Die Studienlage für die vielfältigen positiven Effekte des Sportes ist erschlagend. Herz und Kreislauf, Gleichgewicht, Knochen, Immunsystem, Muskeln, Rückenschmerzen, Gehirn, alle diese Dinge und noch viele weitere profitieren von Bewegung. Auch im Alter ist es bei z.B. schmerzhafter Knieerkrankung nicht sinnvoll, sich zu schonen, da dann Muskulatur verlorengeht, das Gleichgewicht nicht trainiert wird und die Mobilität und damit die Selbständigkeit verloren geht. Viel besser ist es, mobil zu bleiben, auch wenn dafür die Einnahme eines Schmerzmittels nötig ist. Um Nebenwirkungen des Schmerzmittels im Alter zu vermeiden, sollten Sie sich hierzu von Ihrem Arzt beraten lassen.