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Immunsystemstärkung und Aufbaukuren:

Innerhalb der Naturheilverfahren existieren viele Möglichkeiten, das Immunsystem zu stärken. Eine Kräftigung kann zum Beispiel erfolgen durch eine Steigerung der Leistungskapazität, volkstümlich als Abhärtung bezeichnet. Geeignete Verfahren hierzu sind Sauna, Hydrotherapie (Kneipp´sche Güsse, Wechselduschen etc), kalte Luftbäder oder Bewegung. Notwendig ist jedoch eine regelmäßige Anwendung. So könnte die Nutzung des Fahrrades bei Wind und Wetter für den Weg zur Arbeit über die resultierende Abhärtung die Erkältungsanfälligkeit drastisch reduzieren. Eine einfacher umzusetzende Möglichkeit wäre die Anwendung kalter Duschen nach Abschluß der heißen Dusche. Auch das Schlafen mit offenem Fenster ist zur Abhärtung geeignet. Bei allen diesen Methoden ist zu beachten, dass es initial zu einer Erstverschlechterung (z.B. einer Erkältung) kommen kann.

 

Auch zu der Kräftigung zählen sogenannte Reizkörpertherapien, die sich der bewußten Auslenkung von Körperfunktionen bedienen, um diese zu trainieren. Am bekanntesten sind hierbei die Eigenbluttherapie oder pflanzliche Umstimmungsmittel wie Echinaceae.


Alternativ ist eine Stärkung des Immunsystems durch eine mikrobiologische Therapie möglich. Eine starke Infektanfälligkeit kann ihre Ursache durchaus in einem Ungleichgewicht der immunmodulatorischen Darmflora haben. In dem Fall kann nach einer Darmfloraanalyse ein individueller Therapieplan zur Immunstärkung erstellt werden. Dabei können entweder verschiedene immunmodulatorische Bakterien zur Abwehrsteigerung direkt gegeben werden, oder es werden körpereigene (Autovakzine) bzw. fremde (Heterovakzine) Bakterien aufbereitet und in einer Art Schluckimpfung verabreicht. Kommerziell verfügbar sind Heterovakzine bei häufigen Blasenentzündungen oder bei häufigen Bronchititiden.


Einen anderen Ansatz verfolgt die sogenannte orthomolekulare Therapie. Es wird hierbei davon ausgegangen, dass das Immunsystem zwar voll funktionsfähig ist, aber Vitalstoffe wie Vitamine oder Spurenelemente fehlen und als Nahrungsergänzungsmittel gegeben werden sollten. Dieser Ansatz wird kontrovers diskutiert und ist unter dem Menüpunkt „Orthomolekulare Medizin“ näher beschrieben.