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Früherkennung Diabetes

Die Zuckererkrankung gehört zu den gefährlichsten Riskifaktoren für Arterienverkalkung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Während man früher den Diabetes vornehmlich als Stoffwechselerkrankung sah, gilt er heute wegen seiner Wirkung auf das Gefäßsystem eher als „Kardiodiabetes“. Dieser Begriff soll die Gefährdung des Herzens durch die Zuckerkrankheit verdeutlichen.


Darüber hinaus ist die Vermeidung weiterer Folgeerkrankungen des Zuckers dringend geboten, um bei frühem Ausbruch auch im Rentenalter noch eine gute Lebensqualität zu haben. Wichtig hierfür ist die Verhinderung oder zumindest die Verzögerung eines Alterszuckers durch eine Lebensstiländerung oder durch eine Tabletteneinnahme. Voraussetzung hierfür ist jedoch die verlässliche Identifizierung von Zucker-Risikopatienten.

 

Wegen des Fehlens qualitativ guter Risikobewertungssysteme ist mit hohem Aufwand eine Studie mit 25 000 Teilnehmern in Deutschland über 7 Jahre durchgeführt worden. Als Ergebnis dieser Studie konnte die Basisversion des Deutschen Diabetes-Risiko-Test entwickelt werden. Dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung ist es im Folgenden gelungen, die Präzision dieses Testes nochmalig zu steigern durch den Einschluss der Plasmaglukosewerte.


Dieser verbesserte Test steht jetzt zur Verfügung, um das individuelle Risiko für die Entstehung eines Diabetes mellitus Typ II zu berechnen. Bei einem Ergebnis, das für ein hohes oder sehr hohes Risiko spricht, sollten dann gezielte Präventionsmaßnahmen eingeleitet werden.